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Greenwashing

Trotz der Coronakrise und der Einbußen beim Passagierflug hat der Flughafen Köln-Bonn massiv beim Flugverkehr zugelegt . Der Frachtverkehr ist der größte Wirtschaftsfaktor am Standort. Da Köln der Flughafen mit den meisten Nachtflugbewegungen in Europa ist, ist mit dem Anstieg des Frachtverkehrs auch eine Erhöhung der Lärmbelästigung verbunden. Unterdessen bekommt der Flughafen von politischer Seite einen Finanzzuschuss von 75 Millionen Euro. Die von den Kölner Grünen, CDU und Volt angeregten Lärmschutzmaßnahmen, die der Flughafen erfüllen soll, um das Geld zu bekommen, werden von einigen als wirkungsloses Greenwashing bezeichnet.

Stichwahl: Reker und Kossiski über Fluglärm

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Am 27. September findet die Oberbürgermeister-Stichwahl zwischen Henriette Reker (Bündnis 90/ Die Grünen und CDU) und Andreas Kossiski (SPD) statt. Beide wurden bereits zu ihrer Position zum Fluglärm in Köln befragt . Hier sind ihre Antworten nochmal gegenübergestellt. Die Antwort von Andreas Kossiski wurde von seiner Presseabteilung am 3. September ergänzt. Man sieht: Beide Kandidaten sind für eine Weiterführung der Nachtflugerlaubnis. Henriette Reker (B90/ Die Grünen und CDU) Ich habe mich immer für ein Nachflugverbot von Passagiermaschinen eingesetzt und setzte mich auch für den verstärkten Einsatz von lärmreduzierten Maschinen ein. Schließlich kann es auch nicht der Wunsch von Reisenden sein mitten in der Nacht in den Urlaub zu starten. Ebenso habe ich mich als Teil des Aufsichtsrates immer für eine möglichst lärmschonende Rotation der Anflugwinkel eingesetzt. Das werde ich auch weiterhin tun. Meine Ziele zur Reduzierung des Nachtfluglärms sind weiterhin ungebrochen. Um eine Lösu...

OB-Kandidatinnen über Fluglärm

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Am 13. September findet in Köln die Kommunalwahl statt, bei der auch über den neuen Oberbürgermeister bzw. die neue Oberbürgermeisterin entschieden wird. Diese Person kann maßgeblich den Kurs mitbestimmen, wie die Stadt Köln mit der erwiesenermaßen gesundheitsschädlichen und und wirtschaftsschädigenden Fluglärmsituation umgeht. Ich habe allen dreizehn OB-Kandidatinnen und OB-Kandidaten zeitgleich zwei Fragen gestellt: Was haben Sie in der Vergangenheit gegen Fluglärm getan? Wie werden Sie sich in Zukunft dafür einsetzen, Fluglärm in Köln zu reduzieren? Ihre Antworten erscheinen hier in der Reihenfolge, wie sie bei mir eingegangen sind. Robert Nussholz www.ob2020.koeln Da ich im Vorfeld in Köln nicht in einer politischen Verantwortung stand, konnte ich nur indirekt etwas gegen Fluglärm unternehmen, in dem ich selbst keine Inlandsflüge, die ich für vollständig verzichtbar halte, unternahm. Als Oberbürgermeister werde ich mich stark für die Reduzierung der Inlandsfl...

Eil-Appell gegen bedingungslose Staatshilfen für Flugkonzerne

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Folgende Mitteilung der Lärmschutzgemeinschaft Köln-Bonn teile ich gern: Sehr geehrte Mtiglieder*innen unserer Lärmschutzgemeinschaft, Unsere Lärmschutzgemeinschaft ringt seit Jahrzehnten mit den politisch Verantwortlichen um die Einschränkung des unbehindert wachsenden Flugverkehrs mit seinen gesundheits- und klimaschädlichen Folgen.  Was uns im Wesentlichen bisher versagt blieb, hat Corona weltweit innerhalb weniger Wochen nahezu vollständig geschafft : Allein bei der Lufthansa stehen von 760 Flugzeugen derzeit 700 am Boden. Es geht also auch ohne die vielen Flugzeuge am Himmel, manch einer überdenkt seine vielen Urlaubsflüge, Videokonferenzen wurden  eine interessante Alternative zu Geschäftsreisen. Leider hat der Online-Handel und somit der Frachtflug noch weiter zugenommen. Große Fluggesellschaften wie die Lufthansa beantragen massive Staatshilfen für ihr Überleben, sind im Gegenzug aber nicht bereit  dafür ein Mitspracherecht bei der Firmenpolitik einzuräumen! Die L...

Nachhaltige Luftverkehrspolitik

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Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm hat letzte Woche ein Positionspapier für eine „nachhaltige Luftverkehrspolitik“ veröffentlicht, wie airliners.de berichtet. Mit der Corona-Krise sei der Zeitpunkt gekommen, die Diskussion für eine künftige Ausrichtung des Luftverkehrs zu öffnen und die zentralen Herausforderungen des Klimawandels dabei einzubeziehen. Während europaweit mit den ersten Lockerungen der Corona-Pandemie-Maßnahmen versucht wird, Gesundheit und Rückkehr in ein normales Leben zu vereinen, wird in der Luftfahrtbranche eifrig an Konzepten gearbeitet, wie der Flugbetrieb im größeren Stil wieder aufgenommen werden kann. Dabei ist der Zeitpunkt gekommen, die Diskussion für eine nachhaltige Luftverkehrspolitik zu öffnen und die zentralen Herausforderungen des Klimawandels einzubeziehen. Die komplette Pressemitteilung gibt es hier .

Großer Andrang im Bürgerzentrum Nippes

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Heute fand im Bürgerzentrum Nippes eine Info-Veranstaltung des Ortsverbandes Köln-Nord der Lärmschutzgemeinschaft Köln-Bonn e.V. statt. In einem restlos gefüllten Raum informierte der Verband und Vertreter der "Muttergemeinschaft" über den massiv angestiegenen Flugverkehr, unter dem der Kölner Norden seit Jahren zu leiden hat. Insbesondere die gesundheitlichen Gefahren, die erwiesenermaßen vom Nachtfluglärm ausgehen, wurden thematisiert. Der Ortsverband plant für dieses und die kommenden Jahre weitere Aktivitäten, um politischen Entscheidungsträger von der Notwendigkeit zu überzeugen, am Flughafen Köln-Bonn eine Verkehrspolitik zu betreiben, die der Bevölkerung zugute kommt und nicht gegen sie gerichtet ist. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Ortsverbandes: www.fluglaerm-koeln-nord.de

Wertverlust in Niehl

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In Köln-Niehl kam ein Hausverkauf wegen des enormen Fluglärms nicht zustande. Die immer problematischer werdende Situation hat somit direkten Einfluss auf das Vermögen der Niehler Bürger. Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtete, wollte ein Anwohner des Kölner Stadtteils sein Haus verkaufen. Der Käufer jedoch reklamierte den Kauf, nachdem er den massiven Fluglärm erlebte. Er bekam Recht. Im Stadtanzeiger heißt es : „Das Haus war inseriert als in sehr ruhiger Wohngegend liegend“, heißt es aus Kreisen des Niehler Bürgervereins. Ein Gericht hatte in Niehl jedoch einen nächtlichen Lärmpegel von 72 Dezibel gemessen – für eine ruhige Wohngegend tolerabel laut Lärmschutzgesetz sind nur 50 Dezibel. „Das Gericht veranlasste daraufhin die Messung und folgte der Sichtweise des Klägers“, heißt es weiter. Der Fluglärm über Niehl macht also nicht nur krank, sondern auch arm. Im Stadtanzeiger gibt es einen weiteren Bericht (kostenpflichtig) zum Thema.