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Don't look up – das "Nachbarschaftsportal des Köln Bonn Airport"

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Es gibt im derzeit recht aktuellen Film " Don't Look up! " diese eine Szene, in der die US-Präsidentin angesichts des drohenden – und eigentlich nicht abwendbaren – Einschlags eines Meteoriten auf die Erde beschließt, ein Internetinformationsportal mit einer Hotline für die Bevölkerung einzurichten. Das Ziel dieser Maßnahme ist: Beruhigung statt Auseinandersetzung mit dem eigentlichen Problem. Nun lässt sich das Nachtflugproblem am Flughafen Köln Bonn nicht mit einem Meteoriteneinschlag vergleichen, welcher globale und vernichtende Auswirkungen hat. Aber das satirische Beispiel des Films deutet auf eine Maßnahme, die von PR-Agenturen angesichts real existierender Probleme, die jedoch nicht allzu stark öffentlich diskutiert werden sollen, ganz gerne gewählt wird: Pseudokommunikation. So versucht die PR-Abteilung des Flughafens Köln-Bonns seit einiger Zeit, gute Stimmung für eine Verlängerung der 2030 auslaufenden Nachtfluggenehmigung zu erzeugen. Eine dieser Maßnahmen ist ...

Lobbyismus und Manipulation: Flughafen Köln-Bonn

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Wer in den letzten Wochen verschiedene regionale Zeitungen gelesen hat, dem dürfte aufgefallen sein, dass die Presseabteilung des Flughafen Köln-Bonns eine neue Initiative gestartet hat. So übernahmen mehrere Zeitungen nahezu 1:1 die Mitteilung des Flughafens, dass dieser unter den Top 10 beim Frachtflug sei  und die Logistiktätigkeiten auch der örtlichen Bevölkerung zugute kämen. Die dahinter liegende Studie wurde von einem Logistik-Lobbyverein finanziert. Die derzeit laufende PR-Kampagne dürfte in die Versuche des Flughafens einzuordnen sein, die 2030 ablaufende Genehmigung für den Nachtflug zu verlängern und somit Stimmung pro Nachtflug zu machen.  Die schädlichen Auswirkungen des Lärms werden dabei verschwiegen. Tatsächlich ist es in den vergangenen Monaten auch erneut zu einer Erhöhung des Lärmaufkommens gekommen – und dies entgegen der Beteuerung von Politik und Wirtschaft, durch "Entgeltordnungen" das Lärmaufkommen in der Nacht zu verringern. Solche  Versuche sin...

Geschäftsmodell des Flughafens baut auf rücksichtlosen weiteren Ausbau der Nachtflüge

Wie Claudia Wieja, Vorsitzende der Fluglärmkommission, dem Kölner Stadtanzeiger mitteilte , beruht "das Geschäftsmodell des Flughafens auf dem rücksichtlosen immer weiteren Ausbau der Nachtflüge". Hintergrund ist die erneute Flugverkehrsausweitung des Flughafens, die bei fünf Prozent mehr Passagieren und vier Prozent mehr Fracht als noch im Vorjahr liegt. Weiter heißt es im Zeitungsbericht: "Allein in der Zeit von Januar bis August dieses Jahres sei vor allem die Zahl der nächtlichen Passagierflüge gegenüber 2017 erneut gestiegen – von 10.069 auf 11.810 Flüge. Die meisten davon betreffen die Kernzeit der Nacht zwischen 0 und 5 Uhr. Diese Flüge, die an anderen Flughäfen nicht starten und landen dürften, würden am Flughafen Köln/Bonn auf Kosten der Nachtruhe in der Umgebung des Flughafens immer weiter ausgebaut. Dabei hätten die Nachtflüge dem Airport so gut wie keinen Gewinn eingebracht, argumentiert die Grünen-Politikerin aus Lohmar. Das belegten die jüngst veröffentlich...

Ferienzeit - Wutzeit

Eines muss man der Flugverkehrslobby ja lassen: sie betreiben ein wirklich gutes Agenda-Setting. So sind die Zeitungen seit einigen Tagen gefüllt mit Berichten über die Problematik der Flugverspätungen, die gerade in der Ferienzeit von besonders vielen Menschen wahrgenommen werden. Man verreist ja sonst eher weniger. Zweifellos sind verspätete Flüge für diejenigen ein Ärgernis, die ihre geplante Reise auch geplant durchführen möchten. Ursachenforschung ist also angebracht. Hier aber ist spannend, dass die Ursachen vor allem im organisatorischen Bereich gesehen werden. Ein Beispiel? Der Kölner Stadtanzeiger berichtet in seiner heutigen Ausgabe auf drei (!) Seiten über die Flugverspätungen. Analysiert werden auch die Gründe, die laut der Zeitung vor allem in diesen Bereichen zu finden sind: Streiks, Pleite von Air Berlin, extreme Wetterlagen, fehlende europäische Absprachen über Luftraumverwaltung, Sicherheitskontrollen, Einschränkungen beim Flugbetrieb. Nicht erwähnt werden: Subventione...

Flughafen Köln-Bonn: Intransparent und verschwenderisch

Pressemitteilung der Lärmschutzgemeinschaft Passagierrekord durch Millionen für Billigflieger – Lärmschutzgemeinschaft fordert vorbehaltlose Aufklärung und effektive Kontrolle der Flughafen Köln/ Bonn GmbH Aktivitäten, Rückzahlung der Rabatte durch die Airlines und beantragt Prüfung durch das Bundeskartellamt und die Europäische Kommission „Mit Millionen für Billigflieger hat sich Köln/Bonn sein Wachstum erkauft“ überschreibt das Handelsblatt am 19. Juli einen gut recherchierten Beitrag über die Millionen-Zahlungen der Flughafen Köln/Bonn GmbH an Fluggesellschaften wie German-/Eurowings und Ryanair. Allein in 2017 sollen im sog. Kick-Back-Verfahren 40 Mio. Euro an die Low-Cost Carrier geflossen sein. Der vormalige Aufsichtsratsvorsitzende Bodewig soll Ermittlungen eingeleitet und Prüfungen veranlasst haben, deren wohl seit Ende 2017 vorliegenden Ergebnisse der Öffentlichkeit offensichtlich bisher vorenthalten werden. Eigentlich ist der Vorgang ungeheuerlich: Ein öffentliches Unternehme...

Erkaufter Wachstum - Umsatz wächst, Gewinn nicht

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Wie das Handelsblatt berichtet , gibt es weitere Ungereimtheiten am Flughafen Köln-Bonn. Während insbesondere auch Politiker nicht müde werden, die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens für die Region hervorzuheben, und damit auch begründen, warum die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Bevölkerung in Kauf genommen werden, sagen die Zahlen etwas anderes. Das Handelsblatt schreibt: "Schwarz auf weiß steht in der Buchhaltung, dass Garvens’ Fixierung auf die Passagierzahlen wirtschaftlich kaum zu rechtfertigen war. Sein Flughafen steigerte den Umsatz zwischen 2006 und 2016 zwar um 25 Prozent auf 319 Millionen Euro, das operative Ergebnis aber stagnierte. So fehlte Geld für Investitionen in die Zukunft." Was ist der Hintergrund des Berichts? Seit 2002 ist am Flughafen Köln-Bonn eine massive Steigerung des Luftverkehrs feststellbar. Insbesondere die Zahl der Billigflieger stieg massiv. Dieser Anstieg wurde jedoch wohl erkauft, so dass den steigenden Passagierzahlen kein wir...

Nachtfluglärm bis 2050

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Der General-Anzeiger Bonn berichtet , dass der nächtliche Fluglärm in der Region Köln-Bonn in den letzten Jahren entgegen der Beteuerungen des Flughafens weiter drastisch zugenommen hat. Laut Helmut Schumacher von der Lärmschutzgemeinschaft Köln-Bonn  fanden im Jahre 2017 zwischen 22 und 6 Uhr fünf Prozent mehr Flüge als 2016 und 17 Prozent mehr Flüge als 2014 statt. Insgesamt gab es im Jahr 42.406 gesundheitsschädigende Nachtflüge. Ein besonderer Zuwachs wurde ich der Zeit von 0 bis 5 Uhr verzeichnet, entgegen der Beteuerungen des Flughafens, hier besondere Anreize zur Flugvermeidung einzusetzen. Noch problematischer, aber auch erwartbar: Lobbyisten der Frachtunternehmen verhandeln mit politischen Stellen scheinbar schon über eine Ausweitung der Nachtflugerlaubnis bis 2050. Der Gesundheitsschutz ebenso wie der Schutz vor wirtschaftlichen Belastungen für die Kölner Bevölkerung würde somit um weitere 20 Jahre ausgesetzt. Beitragsbild: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (...

Weniger Auflagen für Flugverkehr

Der EU Ministerrat hat sich dem Vorschlag der EU Kommission zur weiteren Herausnahme von Flügen (in den Europäischen Wirtschaftsraum hinein und heraus) aus dem Europäischen Emissionshandelssystem angeschlossen. Zusätzlich setzen Kommission und Rat ab 2021 voll auf das ICAO Abkommen zum Klimaschutz. Änderungen können jetzt nur noch vom Europäischen Parlament angestoßen werden. Weitere Informationen können der gestrigen Pressemitteilung des Rates entnommen werden: http://www.consilium.europa.eu/de/press/press-releases/2017/06/21-ets-aviation/ Die FAZ berichtete am 22.6.2017 darüber ebenfalls unter dem Titel "Mildere Auflagen für Luftverkehr".

Neutrale Flughafenbesichtigung?

Gestern veröffentlichte ich eine Einladung des Kölner CDU-Politikers Christoph Klausing zu einer Flughafenbesichtigung unter dem Titel PR-Initiative der Politik . Helmut Schumacher von der Lärmschutzgemeinschaft Köln-Bonn e.V. kann noch detaillierteres dazu sagen: Dass gerade jetzt solche Maßnahmen gemacht werden, das dürfte auf das für dieses Jahr geplante Planfeststellungsverfahren zurückzuführen sein. Der Zusammenhang ist folgender: Nach einer 7-jährigen Prozessdauer durch alle Verwaltungsgerichtsinstanzen, den Musterkläger der Lärmschutzgemeinschaft durchgestanden haben, wurde schließlich in letzter Instanz beim Bundesverwaltungsgericht ein vollständiger Erfolg errungen. Demzufolge darf seither der Flughafen eine für ihn wichtige Flugzeug-Parkfläche (Vorfeldfläche A) nicht mehr benutzen, d.h. so lange nicht, wie nicht eine Umweltverträglichkeitsprüfung nachgeholt wurde. Da der Flughafen diese Fläche jedoch dringend benötigt und weil er sich auch seiner (von der NRW-Landesregierung ...

PR-Initiative der Politik

Christoph Klausing , Kölner CDU-Politiker, lädt zu einer Besichtigung des Flughafens Köln-Bonn ein um über die Lärmproblematik zu sprechen. Zentraler Bestandteil der alles andere als neutralen Veranstaltung ist ein Vortrag von Benjamin Heese, Leiter Politik- und Regierungsbeziehungen, zum Thema: „Wirtschaftliche Bedeutung des Köln Bonn Airport für die Region – Erfolge bei der Lärmreduktion zur Entlastung der Bevölkerung“. Fluglärmgegner kommen nicht zu Wort. Die Anmeldung zur Veranstaltung ist hier möglich: http://www.christoph-klausing.de/flughafenbesichtigung17