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Wertverlust in Niehl

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In Köln-Niehl kam ein Hausverkauf wegen des enormen Fluglärms nicht zustande. Die immer problematischer werdende Situation hat somit direkten Einfluss auf das Vermögen der Niehler Bürger. Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtete, wollte ein Anwohner des Kölner Stadtteils sein Haus verkaufen. Der Käufer jedoch reklamierte den Kauf, nachdem er den massiven Fluglärm erlebte. Er bekam Recht. Im Stadtanzeiger heißt es : „Das Haus war inseriert als in sehr ruhiger Wohngegend liegend“, heißt es aus Kreisen des Niehler Bürgervereins. Ein Gericht hatte in Niehl jedoch einen nächtlichen Lärmpegel von 72 Dezibel gemessen – für eine ruhige Wohngegend tolerabel laut Lärmschutzgesetz sind nur 50 Dezibel. „Das Gericht veranlasste daraufhin die Messung und folgte der Sichtweise des Klägers“, heißt es weiter. Der Fluglärm über Niehl macht also nicht nur krank, sondern auch arm. Im Stadtanzeiger gibt es einen weiteren Bericht (kostenpflichtig) zum Thema.

Rekordhoch bei Nachtflügen

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Wie zahlreiche Medien, u.a. der WDR , heute berichteten, gab es am Flughafen Köln-Bonn im vergangenen Jahr so viele Nachtflüge wie nie zuvor. Insgesamt gab es 44.300 der gesundheitsschädigenden Verkehrsbewegungen, 2000 mehr als im Vorjahr. Der Flughafen gehört zu den wenigen Flughäfen weltweit, an denen Nachtflug erlaubt ist. An den meisten anderen Standorten herrschen zum Schutz der Bevölkerung und damit zum Wirtschaftsschutz Nachtflugverbote. Bislang schafft der Kölner Flughafen keine Anreize, Flugbewegungen aus der Nacht fernzuhalten. Bild: by Anayastudios  licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Lärmrekord im Februar: Köln-Bonn wächst weiter

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Wie der Flughafen Köln-Bonn berichtet , ist für den Februar ein erneuter Rekord zu vermelden: Beim Frachtverkehr gab es im Vergleich zum Vorjahr für den Monat Februar ein Plus von 8 Prozent. Beim Passagierverkehr wurde ein Plus von 2 Prozent vermeldet. Damit ist auch die Lärmbelästigung und der Ausstoß klimaschädlichen CO2s im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Flugverkehr gegen die Zukunft

Im Wirtschaftsteil der Zeit ist ein lesenswerter Artikel erschienen, der sich kritisch mit den Forderungen der Politik nach weiterem Wachstum im Flugverkehr auseinandersetzt. Hintergrund ist eine von der FDP initiierte Abstimmung in Berlin zum Erhalt des Flughafens Tegel, auch wenn BER einmal eröffnet sein sollte. Was die FDP als modern bezeichnet - so die Autorin Petra Pinzler - kann auch anders gesehen werden: "Für sie ist modern, wenn unter dem Fluglärm viele Hunderttausend Leute leiden. Wenn täglich Kerosin und Feinstaub auf große Viertel regnen. Wenn ein Flugzeugabsturz direkt über der Stadt passieren würde, die sind nämlich bei der Landung am häufigsten. Modern ist offensichtlich, wenn man das Flugzeug um die Ecke hat – selbst aber nicht direkt in der Einflugschneise wohnt. Geht es noch?" Pinzler zeigt hier die massive Realitätsverweigerung deutscher Politik auf, die weder auf den Klimawandel angemessen reagiert, noch zukunftsorientiert und global agiert. Andere Städte...

Der Fluglärm und die Krankheitskosten

Der Kölner Stadtanzeiger (ebenso wie die Kölnische Rundschau) berichtete in seiner heutigen Ausgabe von der in diesem Blog bereits vorgestellten Studie von Eberhard Greiser. Unter der Überschrift "Streit um Kosten des Fluglärms" wird die unterschiedliche Bewertung der Studie dargestellt. In dieser geht es um den volkswirtschaftlichen Schaden, der durch nächtlichen Fluglärm möglicherweise verursacht wird. Grundlage der Studie sind Krankheitsdaten, die in Regionen mit Nachtflug im Vergleich mit solchen ohne gegeneinander gerechnet wurden. So wird für die Umgebung des Flughafens Köln-Bonn prognostiziert, dass "im Zeitraum von 2012 bis 2021 mit rund 3700 Erkrankungensfällen und 600 vorzeitigen Todesfällen" zu rechnen sei. Diese Annahme beruht darauf, dass mehrere andere Untersuchungen in Europa und den USA den Verdacht erhärten, dass durch Nachtfluglärm vermehrt Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Erkrankungen wie Depressionen, aber auch Nierenversagen und Demenz au...

Nachtflug und die Folgekosten

Nachtfluglärm hat nicht nur erwiesenermaßen negativen Einfluss auf die Gesundheit derer, die ihm ausgesetzt sind. Es gibt auch Hinweise darauf, dass der (volks)wirtschaftliche Schaden, der durch Nachtfluglärm verursacht wird, enorm ist. Beides hängt aber wahrscheinlich maßgeblich miteinander zusammen, wie der Kölner Stadtanzeiger am 19.4.2013 berichtete. So würden Menschen, "die infolge von Nachtfluglärm erkranken, [...] an ihrem Arbeitsplatz aus[fallen]" und Behandlungskosten verursachen. Der Bericht basiert auf Berechnungen des Epidemiologe Eberhard Greiser. Für den Flughafen Frankfurt geht Greiser davon aus - berechnet auf Basis von Daten, die am Köln-Bonner Flughafen erhoben wurden - dass die "Behandlung von Krankheiten, die durch Nachtfluglärm entstehen,  [...] für den Zeitraum von 2012 bis 2021 [...] mehr als 1,5 Milliarden Euro" betragen könnten. Dabei handelt es sich jedoch nur um die reinen Behandlungskosten. "Folgekosten, etwa durch den Ausfall der A...