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Es werden Posts vom Oktober, 2013 angezeigt.

Minister Groschek zum Nachtflug

Am 11. Oktober nahm der Landesverkehrsminister Groschek an einer Diskussionveranstaltung der IHK teil. Bei der Veranstaltung ging es um den Standort Köln als Zentrum des regionalen Luftverkehrs. Da die Veranstaltung naturgemäß sehr industrienah war, überraschte der Minister mit der Aussage, dass er ein mögliches Nachtflugverbot für Passagiermaschinen am Flughafen Köln-Bonn für grundsätzlich sinnvoll halte. Gleichzeitig positionierte er sich, so der Kölner Stadtanzeiger, der am 12. Oktober über die Veranstaltung berichtete, als Vertreter einer generellen Betriebserlaubnis für nächtlichen Frachtverkehr, da dieser "von herausragender Bedeutung für das wirtschaftliche Wachstum NRWs" sei. Der gesamt Artikel des Kölner Stadtanzeigers ist online verfügbar: http://www.ksta.de/koeln/luftfahrt-kontroverse-um-den-nachtflug,15187530,24604100.html

Oberverwaltungsgericht: Flughafen muss Gutachten zum Fluglärm liefern

Anwohner des Flughafens Köln-Bonn haben vor dem Oberverwaltungsgericht NRW dagegen geklagt, dass die Erweiterung des Vorfeldes A am Terminal 1 nicht durch eine Umweltverträglichkeitsprüfung und ein Lärmgutachten begleitet wurde. Darüber berichtet der Kölner Stadtanzeiger in seiner heutigen Ausgabe. Die Klage war teilweise erfolgreich: So muss der Flughafen die Gutachten nun nachreichen, allerdings darf das Vorfeld weiterhin benutzt werden. Weiter heißt es in dem Artikel: "Auch bei früheren Erweiterungen sei das Vorgehen des Flughafens fehlerhaft gewesen, befanden die Richter[...]" (KStA, 15.10.2013, S. 8)

Der Fluglärm und die Krankheitskosten

Der Kölner Stadtanzeiger (ebenso wie die Kölnische Rundschau) berichtete in seiner heutigen Ausgabe von der in diesem Blog bereits vorgestellten Studie von Eberhard Greiser. Unter der Überschrift "Streit um Kosten des Fluglärms" wird die unterschiedliche Bewertung der Studie dargestellt. In dieser geht es um den volkswirtschaftlichen Schaden, der durch nächtlichen Fluglärm möglicherweise verursacht wird. Grundlage der Studie sind Krankheitsdaten, die in Regionen mit Nachtflug im Vergleich mit solchen ohne gegeneinander gerechnet wurden. So wird für die Umgebung des Flughafens Köln-Bonn prognostiziert, dass "im Zeitraum von 2012 bis 2021 mit rund 3700 Erkrankungensfällen und 600 vorzeitigen Todesfällen" zu rechnen sei. Diese Annahme beruht darauf, dass mehrere andere Untersuchungen in Europa und den USA den Verdacht erhärten, dass durch Nachtfluglärm vermehrt Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Erkrankungen wie Depressionen, aber auch Nierenversagen und Demenz au