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Sommerlärm

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Oh wie schön ist die Sommerzeit: Die Sonne scheint, man kann so schön draußen im Garten sitzen und sich bei lauen Sommernächten anschreien. Zumindest, wenn man in Niehl wohnt. Herr Garvens, Geschäftsführer des Flughafens Köln-Bonn, freut sich über einen "Sommer der Rekorde" (Kölner Stadtanzeiger, 24.8.2016, S. 24). In den vergangenen sechs Wochen - den Sommerferien - reisten insgesamt 1.896.243 Menschen über den Airport, und wow , "das sind 265.897 mehr als in den Ferien des vergangenen Jahres, ein Plus von 16 Prozent" (ebd.). Wie groß ist wohl das Plus der Stimmbandreizungen, die durch das notwendige lautere Sprechen verursacht werden, wenn all die Flugzeuge, in denen die Passagiere sitzen, über den eigenen Kopf fliegen? Gerade für Niehl bedeutet gutes Wetter immer: Lärm, Lärm und noch mehr Lärm. Denn die Flugrouten sind wetterabhängig, und die dicht besiedelten Stadtteile Kölns haben das Pech, bei gutem Wetter besonders oft überflogen zu werden. Wind, der tendenzi...

Noch mehr Starts und Landungen in Köln

Am 9. August berichtete der Kölner Stadtanzeiger, dass der Flughafen Köln-Bonn erneut die Zahl der Flugbewegungen und Passagiere erhöhen konnte. Gegenüber dem Vorjahr sei mit 1,24 Millionen Passagieren ein Plus von 18 Prozent erreicht worden. Das erste Halbjahr zeigte mit 5,4 Millionen beförderten Passagieren sogar ein Plus von 20% gegenüber dem Vorjahr. Viele Passagiermaschinen starten und landen in der Nacht.

Wem nützt es? Bund will Anteile an Köln-Bonn verkaufen

Unter dem Titel "Das 150-Millionen-Euro-Paket" berichtete der Kölner Stadtanzeiger am 22. Juli von Plänen des Bundes, seine Anteile am Flughafen Köln/Bonn loswerden zu wollen. Derzeit ist die Bundesrepublik Deutschland mit 30,94% Anteilseigner des Flughafens. Weitere Eigner sind mit 31,12% die Stadt Köln, mit 30,94% das Land NRW. Die weiteren - wesentlich kleineren Anteile - verteilen sich auf die Stadt Bonn, den Rhein-Sieg-Kreis und den Rheinisch-Bergischen-Kreis. Der Grund des geplanten Verkaufes ist, dass der Staat "nur noch tätig sein [will], wo er unbedingt gebraucht wird", so der Kölner Stadtanzeiger. Die Stadt Köln blockiert diese Entwicklung und ist ggf. auch zu rechtlichen Schritten bereit. Insbesondere möchte die Stadt private Investoren verhindern. Aber auch eine Aufstockung der Anteile der anderen Eigner soll verhindert werden, denn: "Erschwerend hinzu kommt, dass auch die kleinen Anteilseigner Bonn sowie Rhein-Sieg-Kreis und Rheinisch Bergischer Kr...

Betriebserlaubnis des Flughafens als rechtens befunden

Obwohl für den Flughafen Köln-Bonn niemals ein ordentliches Planfeststellungsverfahren durchgeführt wurde, welches auch den Nachtflug legitimieren würde, hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eine "Beschwerde von Anwohnern des Flughafens gegen die Nichtzulassung ihrer Revision zu einem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Münster" abgewiesen, womit dessen Spruch - die Zulassung - in Kraft tritt. Dies berichtet der Kölner Stadtanzeiger in seiner heutigen Ausgabe. Mit dieser erneuten Entscheidung eines Gerichtes wird immer mehr deutlich, dass der rechtliche Weg zur Erhöhung des Gesundheitsschutzes der Bevölkerung nicht gangbar ist. Eine politische Lösung muss her!

Neue Studie: Massive Auswirkungen von Fluglärm

Eine neue Studie, die in der renommierten wissenschaftlichen Zeitschrift " PLOS ONE " erschienen ist, zeigt, dass eine steigende Lärmbelästigung zu einer Zunahme von Angst und Depressionen führt. Insgesamt wird durch Lärmbeeinträchtigung die Lebensqualität der Betroffenen massiv reduziert. Die repräsentative Studie mit 15.000 Teilnehmern stellte fest, dass bei starker Lärmbelästigung "Depression und Angst immerhin doppelt so häufig wie bei geringer Lärmbelästigung" vorkommen.[ 1 ] Die Belastung durch Fluglärm stand dabei mit 62 Prozent an erster Stelle. Links: Pressemitteilung der Uni Mainz Bericht über die Studie Die Studie auf PLOS ONE

Lufthansa will Standort Köln ausbauen

Wie der Kölner Stadtanzeiger in seiner heutigen Ausgabe berichtet, möchte die Lufthansa ihre Flotte am Standort Flughafen Köln-Bonn ausbauen. Hintergrund sei die Problematik, dass eine Erhöhung der Flugbewegungszahl in Düsseldorf nicht durchsetzbar sei. Am Flughafen Köln-Bonn sei eine Ausweitung problemlos möglich, da die dortigen Anteilseigner (Stadt, Land, weitere Kommunen) ein großes Interesse an Wachstum hätten, während der privatwirtschaftlich betriebene Flughafen Düsseldorf dies nicht hätte [sic!]. Bedeutet übersetzt: die verantwortlichen  Politiker für den Flughafen Köln-Bonn signalisieren grenzenlosen Wachstum inkl. grenzenlosen Fluglärm. Welcome to Cologne!

Grüne doch nicht für Kernruhezeiten

Nachtrag: Anders als am 5. Mai beschrieben positionieren sich die Landes-Grünen nicht gegen Nachtfluglärm. "Wir tragen den Frachtflug am Airport Köln/Bonn bis 2030 mit", wird der Grüne Verkehrspolitiker Arndt Klocke in der heutigen Ausgabe des Kölner Stadtanzeigers zitiert.