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Fluglärm soll teurer werden

Wie der Kölner Stadtanzeiger heute berichtet, plant der Flughafen Köln-Bonn ab Mai 2013 eine Erhöhung der Landegebühren für laute Flugzeuge. Bislang hat sich der Flughafen eher dadurch hervor getan, im Vergleich zu anderen europäischen Airports besonders billig bei den Nacht-Landegebühren zu sein. Die Pläne müssen noch durch das Verkehrsministerium abgesegnet werden. Geplant sind folgende Erhöhungen der Nacht-Landegebühren je nach Flugzeugtyp (von “leise” nach laut): Boing 777 von jetzt 140 € auf 450 €, Boing 744 von 280€ auf 650€ und MD11 von 280€ auf 925€. Das klingt nach einer starken Erhöhung. Tatsächlich aber liegen die Beträge immer noch weit unter denen anderer Flughäfen, etwa dem Frankfurter. Der Kommentar von Lutz Feierabend in derselben Ausgabe des Stadtanzeigers – Titel “Ein guter Anfang” – blendet auch eine skeptische Betrachtungsweise nicht aus: “Denn für international operierende Logistikunternehmen, die Milliarden umsetzen, sind ein paar Hundert Euro pro Flugzeug und...

"Greiser"-Studie

Unter dem Titel " Risikofaktor nächtlicher Fluglärm. Abschlussbericht über eine Fall-Kontroll-Studie zu kardiovaskulären und psychischen Erkrankungen im Umfeld des Flughafens Köln-Bonn " veröffentlichte das Umweltbundesamt im Jahr 2010 eine Studie von Eberhard und Claudia Greiser. * Dieser Bericht kann hier heruntergeladen werden. Die Studie sollte den “den möglichen Einfluss von Fluglärm, insbesondere von nächtlichem Fluglärm auf das Erkrankungsrisiko von Erkrankungen des Herzens und des Kreislaufs und von psychischen Erkrankungen […] ermitteln. Zu diesem Zweck wurden die Daten von mehr als 1.020 Millionen Versicherten gesetzlicher Krankenkassen mit Hauptwohnsitz in der Studienregion (Stadt Köln, Rhein-Sieg-Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis) mit Daten des Umgebungslärms (Fluglärm, Straßenverkehrslärm, Schienenverkehrslärm) […] ausgewertet.” (5) Die Ergebnisse der Studie sind eindeutig: “ Es zeigen sich bei nahezu allen Analysen stärker erhöhte Erkrankungsrisiken bei der...

Bericht über Fluglärm bei 3Sat

Unter dem Titel “Fluglärm ist Körperverletzung” widmete sich die Sendung “ nano ” auf 3Sat dem Thema Fluglärm. Zu der Sendung wurde eine Website eingerichtet. Neben umfangreichem Material, etwa Statistiken und interaktiven Karten, werden auch verschiedene wissenschaftliche Studien anschaulich dargestellt und leicht verständlich erklärt. So wird auf der Seite nicht nur deutlich gemacht, dass Fluglärm Depressionen und erhöhten Blutdruck (und damit einhergehend Herzinfarkte und Schlaganfälle) zur Folge haben kann. Besonders scheinen auch Kinder – wie bereits vorher hier in diesem Blog berichtet – unter den Folgen von Fluglärm zu leiden. Dabei scheint jedoch nicht nur das Risiko für schlechtere Schulleistungen mit wachsendem Fluglärm zu steigen, sondern durch den lärmbedingten Stress scheinen auch Asthma und weitere Erkrankungen der oberen Atemwege häufiger aufzutreten als bei Kindern, die keinem Fluglärm ausgesetzt sind. Weitere Informationen und Links gibt es auf der Seite des Senders: ...

Langzeitauswirkungen von Fluglärm

Es gilt mittlerweile als wissenschaftliche bewiesen, dass Fluglärm negative Auswirkungen auf diejenigen hat, die davon betroffen sind. In der Ausgabe 131 des "Journal of the Acoustical Society of America" (2012) sind die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, welcher nach davon auszugehen ist, dass die Dauerbeschallung mit Fluglärm einen negativen Einfluss auf die kognitiven Fähigkeiten von Kindern haben kann, die dieser Beschallung ausgesetzt sind. Auch wenn die Signifikanz des Einflusses von Fluglärm auf die kognitiven Fähigkeiten der Studie nach nicht direkt nachgewiesen werden konnte, gibt es Anzeichen für einen solchen Zusammenhang: "Analyses found no significant effect of aircraft noise exposure at primary school or secondary school on reading comprehension assessed at secondary school, although there was a trend for both types of noise exposure to be associated with poorer reading comprehension." [ 1 ] Es handelt sich dabei um eine Folgestudie von 2006. In d...

Fluglärm ist ein weltweites Problem

Am 24.11.2012, eine Woche nach der 2. Demonstration gegen Nachtfluglärm am Flughafen Köln-Bonn, fanden in mehreren europäischen Städten ebenfalls Demonstrationen gegen Fluglärm statt. Das ZDF berichtete darüber. Tatsächlich ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, überregional vorzugehen. Politiker entscheiden in aller Regel nicht im Interesse ihrer Wähler vor Ort. Dies mag ein wenig so sein wie im Marxismus: erst einmal zum Vertreter der Arbeiter gewählt, ist der Vertreter eben kein Arbeiter mehr und hat somit auch andere Interessen. Menschen sind auch nur Egoisten. Und Politiker sind meistens Menschen. Es wird also nicht über Einsicht bei den Entscheidungsträgern zu erreichen sein, dass die alltägliche Körperverletzung durch nächtlichen Fluglärm aufhören wird. Es wird zu erreichen sein über die Anbahnung von Machtverlust für die Entscheider. Und dies ist ja der Vorteil unseres Systems: Wenn nur genügend Menschen ihren Unmut über für den Fluglärm Verantwortliche mitteilen – zum Bei...

Lärmmessstationen

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Auf der Seite der Initiative "Deutscher Fluglärmdienst e.V." (DFLD) gibt es auch für die Region Köln die Möglichkeit, Lärmkarten generieren zu lassen. Spannend ist dabei u.a. auch die grafische Darstellung der Flugrouten. Hier ein Beispiel, der Seite auf Datenbasis des 28.11.2012 entnommen: Dort können einzelne Fluglärmwerte abgerufen werden (die schwarzen Punkte). Je mehr übrigens die Farbe ins Lila geht, desto tiefer fliegen die Maschinen. Niehl ist also voll drin: Ein fast tiefes, klares Lila gibt es hier. Spannend ist darüber hinaus, dass der Deutsche Fluglärmdienst selber Messstationen betreibt und auswertet, was zu realistischeren, nicht im Interesse der Verursacher geschönten Daten führt. Leider wird im Kölner Norden noch keine Messstation betrieben. Auf der Seite findet sich aber eine Beschreibung, wie eine eigene Messstation aufgebaut und in das Datennetz des DFLD eingespeist werden kann. Falls jemand Interesse daran hat, dies mit mir zusammen zu tun: Hier kann m...

Beschwerden II

Der Rat der Stadt Köln hat ja in erster Linie die Aufgabe, die Interessen der Bürger zu vertreten. So verwundert es nicht, dass das Thema “Fluglärm” immer wieder in Ratssitzungen aufgegriffen wird, wie zum Beispiel am 27. März 2012 . Dies sollte auch so bleiben, denn nur die Präsenz des Problems schafft ein präsentes Problembewusstsein bei den Entscheiderinnen und Entscheidern aus der Politik. Beschwerden können übrigens von jeder Bürgerin und jedem Bürger eingegeben werden. Jede stichhaltige Beschwerde muss bearbeitet werden, wird also beraten und beantwortet. Das zuständige Gremium ist der “Ausschuss Anregungen und Beschwerden". Dieser kann hier erreicht werden: http://www.stadt-koeln.de/1/stadtrat/ausschuesse-gremien/anregungen-beschwerden/   Beschwerden können formlos gestellt werden.