Fluglärm ist ein weltweites Problem

Am 24.11.2012, eine Woche nach der 2. Demonstration gegen Nachtfluglärm am Flughafen Köln-Bonn, fanden in mehreren europäischen Städten ebenfalls Demonstrationen gegen Fluglärm statt. Das ZDF berichtete darüber.

Tatsächlich ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, überregional vorzugehen. Politiker entscheiden in aller Regel nicht im Interesse ihrer Wähler vor Ort. Dies mag ein wenig so sein wie im Marxismus: erst einmal zum Vertreter der Arbeiter gewählt, ist der Vertreter eben kein Arbeiter mehr und hat somit auch andere Interessen. Menschen sind auch nur Egoisten. Und Politiker sind meistens Menschen. Es wird also nicht über Einsicht bei den Entscheidungsträgern zu erreichen sein, dass die alltägliche Körperverletzung durch nächtlichen Fluglärm aufhören wird. Es wird zu erreichen sein über die Anbahnung von Machtverlust für die Entscheider. Und dies ist ja der Vorteil unseres Systems: Wenn nur genügend Menschen ihren Unmut über für den Fluglärm Verantwortliche mitteilen – zum Beispiel über Herrn Ott – wird diese Person irgendwann ein Problemfall für ihre Partei. Da nicht nur individuelle Politiker, sondern vor allem auch ihre übergeordneten Parteien nach Macht streben, ist “nerven” ein adäquates Mittel, um Lobbyarbeit im Sinne der Bürger zu betreiben.

Hier übrigens noch ein spannender Link:
Die Europäische Vereinigung gegen die schädlichen Auswirkungen des Luftverkehrs

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