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Wieder eine Studie zeigt: Fluglärm macht krank

Erneut bestätigt eine wissenschaftliche Studie, dass nächtlicher Fluglärm massiv gesundheitsschädigend ist. Die Ergebnisse der Studie einer Forschergruppe um den Mainzer Mediziner Thomas Münzel sind in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift " Clinical Research in Cardiology " unter dem Titel " Nighttime aircraft noise impairs endothelial function and increases blood pressure in patients with or at high risk for coronary artery disease " nachzulesen. Der Artikel kann kostenlos, da OpenAccess, als PDF heruntergeladen werden. Mehrere Medien berichteten über die Studie. Die FAZ fasst die Studien derart zusammen: "Fluglärm schadet der Gesundheit von Herzkranken. [...] Nächtlicher Fluglärm führe bei Menschen mit koronarer Herzerkrankung oder einem Risiko hierfür zu deutlichen Gefäßschäden und erhöhtem Blutdruck." Die Studie zeige zudem, "dass der Lärm die Gefäße schädige, obwohl die Patienten ihre Herzkreislaufmedikamente einnahmen, erklärte der Medizi...

Jochen Ott antwortet nicht...

Jochen Ott, Kölner SPD-Politiker und Mitglied im Aufsichtsrat des Flughafens Köln Bonn, wurde erneut auf abgeordnetenwatch.de mit einer Frage zu seiner Position in der Kontroverse um die Nachtflugerlaubnis am Flughafen konfrontiert. Er hat nicht geantwortet. Dies ist leider nichts Neues, da er generell auf Fragen zu diesem Thema mit Schweigen reagiert (siehe etwa die anderen dort vorgetragenen Fragen). Traurig ist es dennoch. Er wird ja schließlich nicht nur vom Flughafen bezahlt (Aufwandsentschädigung), sondern auch von BürgerInnen gewählt.

Flughafen in Gewinnzone

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Wie der Kölner Stadtanzeiger am 25. Juni berichtete, arbeitet der Flughafen Köln-Bonn weiterhin wirtschaftlich. Für das laufende Jahr erwartet Flughafenchef Garvens ein Plus von zwei Prozent bei den Passagierzahlen (=9,3 Millionen Passagiere insgesamt) und ein Plus von drei Prozent beim Frachtumschlag (=760000 Tonnen insgesamt). Germanwings und Air Berlin, so der Kölner Stadtanzeiger, würden ihre Angebote ebenso ausweiten wie Ryan Air, Condor sowie Norwegian und Pegasus Air.

Garvens schließt Ausweitung des Nachtflugs nicht aus

Michael Garvens, Chef des Flughafens Köln-Bonn, sprach in einem Interview mit dem Kölner StadtAnzeiger am 13. Juni davon, dass der Luftfrachtverkehr durch den weiter steigenden Internethandel ebenfalls ansteigen wird. Auf die Frage des Interviewers, ob "dieser Zuwachs vor allem mehr Verkehr in der Nacht bringen" werde, erwähnte Garvens zunächst, dass es einige Konzepte von Logistikunternehmen gäbe, die ausschließlich auf den Nachtflugverkehr setzen würde. Dazu, so Garvens, zählten etwa UPS. Indirekt sprach er darüber hinaus davon, dass die Kapazitäten am Flughafen Köln-Bonn ausgebaut werden müssten, wenn der Nachtflugverkehr weiter zunehme.

Umwelt Journal Rheinland-Pfalz

Das vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten herausgegebene "Umweltjournal" widmet sich in der Ausgabe vom April 2014 dem Thema " Lärm! - Der Kampf um die Ruhe ". Auf insgesamt 88 Seiten wird "Lärm" in seiner Gesamtheit behandelt, inklusive der wirtschaftlichen, politischen und gesundheitlichen Folgen. Sehr spannend, und dies geht in der Debatte um Lärm oft unter, werden auch ethische Fragen thematisiert. So könnte politisch und gesellschaftlich tatsächlich darüber nachgedacht werden, ob es nicht etwa auch ohne einen wirtschaftlichen Zweck ein Recht auf Lärmminderung geben sollte, einfach weil Lärmfreiheit die Lebensqualität der Menschen steigert. Speziell um dem Fluglärm geht es auf ca. 10 Seiten. Dort werden vor allem die örtlichen und regionalen Initiativen und ihrer Aktivitäten Fluglärm vorgestellt. Link zum PDF

Lärm führt zu Übergewicht

Eine schwedische Studie, die in der Zeitschrift "Environmental Health Perspectives" veröffentlicht wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass Menschen, die permanentem Fluglärm ausgesetzt sind, signifikant öfter übergewichtig sind. Mit anderen Worten: "Menschen die in der Nähe von Flughäfen wohnen haben ein erhöhtes Risiko an Übergewicht zu erkranken", so die Internetseite healthnews.net . Damit gibt es eine weitere Studie, die den negativen Einfluss von Fluglärm auf die Gesundheit der Bevölkerung festellt. Zahlreiche andere Studien kamen schon zu dem Ergebnis, dass Menschen in der Nähe von Flughäfen öfter an Herz-Kreislauferkrankungen leiden als andere. Links: Bericht in der " Bild "-Zeitung healthnews.net Studie

Kein Durchzug für's Ohr

Heute veröffentlichten mehrere Tageszeitungen unter dem Titel «Das Ohr kann man nicht abschalten» ein von der dpa geführtes Interview mit dem Mainzer Kardiologen Thomas Münzel. Der Beitrag erscheint in Hinblick auf den heutigen Internationalen Tag gegen den Lärm . Münzel hat sich wissenschaftlich mit den Auswirkungen von Lärm auf die Gesundheit von Menschen auseinander gesetzt. Zu den Folgen sagt er im Interview: "Es gibt unterschiedliche Reaktionen auf den Lärm. Wenn ein Düsenjet neben dem Ohr startet, wird das Gehörorgan direkt geschädigt. Im Bereich zwischen 45 und 75 Dezibel, da gehören Straßen-, Flug- und Schienenlärm dazu, wirkt Lärm indirekt. Darauf reagiert der Körper mit Stress: der Puls geht hoch, der Blutdruck steigt akut und die Gefäßfunktion wird schlechter. Langfristig kann das auch zu mehr Herzinfarkten und Schlaganfällen führen." Auf die Frage, ob es eine Gewöhnung an Lärm gebe antwortet Münzel: "Nein, an Lärm kann man sich nicht gewöhnen. Fluglärmstudien...