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Geschäftsmodell des Flughafens baut auf rücksichtlosen weiteren Ausbau der Nachtflüge

Wie Claudia Wieja, Vorsitzende der Fluglärmkommission, dem Kölner Stadtanzeiger mitteilte , beruht "das Geschäftsmodell des Flughafens auf dem rücksichtlosen immer weiteren Ausbau der Nachtflüge". Hintergrund ist die erneute Flugverkehrsausweitung des Flughafens, die bei fünf Prozent mehr Passagieren und vier Prozent mehr Fracht als noch im Vorjahr liegt. Weiter heißt es im Zeitungsbericht: "Allein in der Zeit von Januar bis August dieses Jahres sei vor allem die Zahl der nächtlichen Passagierflüge gegenüber 2017 erneut gestiegen – von 10.069 auf 11.810 Flüge. Die meisten davon betreffen die Kernzeit der Nacht zwischen 0 und 5 Uhr. Diese Flüge, die an anderen Flughäfen nicht starten und landen dürften, würden am Flughafen Köln/Bonn auf Kosten der Nachtruhe in der Umgebung des Flughafens immer weiter ausgebaut. Dabei hätten die Nachtflüge dem Airport so gut wie keinen Gewinn eingebracht, argumentiert die Grünen-Politikerin aus Lohmar. Das belegten die jüngst veröffentlich...

Lärmaktionsplanung Stadt Köln

Die Stadt hat unter https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/koeln-aktiv-gegen-laerm-3 seit Anfang Oktober unter der Überschrift  Befragung der Bürgerinnen und Bürger zur Lärmaktionsplanung 2018 einen Befragungsbogen ins Internet gestellt, der sich im Wesentlichen mit Straßenlärm beschäftigt; Fluglärm wird nur einmal als Belastungsmöglichkeit erwähnt. Trotzdem sollten Sie die Gelegenheit nutzen, und die Umfragepunkte beantworten. In den Kommentarspalten (max. 250 Zeichen) kann auch eine kurze Aussage zur persönlichen Fluglärmbelastung gemacht werden. Teilnahme ist bis zum 2. November möglich. Bitte nutzen Sie diese Gelegenheit!

Spätkapitalistische Zerstörungswut

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Das ist schon interessant, wie sich ein hauptsächlich in kommunaler Hand befindliches Unternehmen positioniert. Da veröffentlicht der Weltklimarat erneut einen Bericht , der an pessimistischen Aussichten für die Zukunft kaum zu überbieten ist. Die Zerstörung der Lebensgrundlage zukünftiger Generationen lässt sich ob des massiven CO2-Ausstoßes kaum noch aufhalten. Und was tut dieses Unternehmen, welches für massive CO2-Freisetzung in der Atmosphäre verantwortlich ist: Es beschließt, wie es der Flughafen Köln-Bonn gerade getan hat, weiter auf einen massiven, die Lebensgrundlage der Bevölkerung zerstörenden Wachstum wegen kurzfristiger Gewinnmaximierung zu setzen. Die Gewinne freilich, die kommen nicht der Bevölkerung zugute. Die Lasten - zerstörtes Klima, ruinierte Gesundheit - die werden den Bürgerinnen und Bürgern allerdings sehr wohl angelastet. Und was tun die Politiker, die in den Aufsichtsratsgremien des Flughafens sitzen, um die Bevölkerung zu schützen? Nichts. Das Gegenteil. Sie...

„Lärm-Terror“ am Himmel

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Ferienrekord: Noch nie hat Flughafen Köln-Bonn so zu Umweltzerstörung beigetragen wie 2018

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Das ungebremste Wachstum des Flughafens Köln-Bonn ging auch in diesem Sommer weiter - wohlgemerkt ein Sommer, in dem das Thema Klimawandel so intensiv wie seit Jahren nicht mehr diskutiert wurde. Weil es nun jeder gemerkt hat: Der Klimawandel ist keine Theorie, die irgendwann in der Zukunft Wirklichkeit wird. Der Klimawandel ist da. Köln heizt ihn fleißig weiter an: "Mit dem Ferienende hat der Flughafen Köln/Bonn eine neue Bestmarke erreicht. In den vergangenen Wochen sind 2,1 Millionen Passagiere am Flughafen gestartet oder gelandet. Das sind so viele wie noch nie in den Sommerferien." (KStA, 29.8.2018)  

"Billigfliegen: Der Airport-Kapitalismus"

"Es gibt kein Menschenrecht auf billiges Reisen: Wenn ein Flug von Berlin nach Köln 15 Euro kostet und eine Fahrt mit der Bahn 120, dann läuft etwas grundsätzlich falsch", schreibt der SPIEGEL .

Ferienzeit - Wutzeit

Eines muss man der Flugverkehrslobby ja lassen: sie betreiben ein wirklich gutes Agenda-Setting. So sind die Zeitungen seit einigen Tagen gefüllt mit Berichten über die Problematik der Flugverspätungen, die gerade in der Ferienzeit von besonders vielen Menschen wahrgenommen werden. Man verreist ja sonst eher weniger. Zweifellos sind verspätete Flüge für diejenigen ein Ärgernis, die ihre geplante Reise auch geplant durchführen möchten. Ursachenforschung ist also angebracht. Hier aber ist spannend, dass die Ursachen vor allem im organisatorischen Bereich gesehen werden. Ein Beispiel? Der Kölner Stadtanzeiger berichtet in seiner heutigen Ausgabe auf drei (!) Seiten über die Flugverspätungen. Analysiert werden auch die Gründe, die laut der Zeitung vor allem in diesen Bereichen zu finden sind: Streiks, Pleite von Air Berlin, extreme Wetterlagen, fehlende europäische Absprachen über Luftraumverwaltung, Sicherheitskontrollen, Einschränkungen beim Flugbetrieb. Nicht erwähnt werden: Subventione...