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Mehr Lärm: Interview im Kölner Stadtanzeiger

Im Kölner Stadtanzeiger gibt es ein spannendes Interview mit Vertretern der Lärmschutzgemeinschaft Köln-Bonn. Fazit: Es wird mehr geflogen, und ob die im nächsten Jahr stattfindenden Wahlen daran etwas ändern, ist fraglich. Hier gibt es das Interview: http://www.ksta.de/nrw/flughafen-koeln-bonn-ueber-versaeumnisse-des-airports-und-die-hoffnung-auf-die-nrw-wahlen-25171020

Wird Niehl jetzt öfter überflogen?

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Neulich nachts konnte ich nicht schlafen. Es war mal wieder laut. Und da dachte ich nach und erinnerte mich: Früher gab es doch mal Phasen, in denen ein paar Tage nicht über Niehl geflogen wurde. Ich habe den Eindruck, dass es solche Phasen seit diesem Sommer nicht mehr gibt und fragte mich, ob dies auch damit zusammen hängt, dass ja der Flugverkehr über Köln ständig wächst und der Flughafen immer weiter expandiert. Vielleicht ist das eine Erklärung. Ich fragte aber auch beim Flughafen nach, ob sich die Flugrouten verändert hätten. Von dort wurde ich  an die Deutsche Flugsicherung verwiesen, da diese dafür zuständig sei. Meine Frage wurde beantwortet: Flugzeuge starten und landen idealerweise bei Gegenwind, wobei allerdings unter bestimmten Bedingungen auch eine genau definierte, maximale Rückenwindkomponente zugelassen ist. Die jeweils aktive Start- oder Landerichtung nennt man "Betriebsrichtung". Sie wird nach ihrer Kompassausrichtung benannt. Der an einem Flughafen gemess...

Lärm und politisches Blabla

Das ist schon seltsam. Heute berichtet der Kölner Stadtanzeiger, dass der Flugverkehr in ganz NRW moderat gewachsen sei. Besonders stark jedoch sei das Passagieraufkommen am Flughafen Köln-Bonn gestiegen, und zwar um 18,5 Prozent. Erklärt wird dies unter anderem damit, dass immer mehr Billigflieger in Köln ansässig seien. Mehr Passagieraufkommen bedeutet übrigens mehr Lärm. Viel mehr Lärm, und ich Köln - anders als in anderen Städten - auch in der Nacht. Das haben Politiker so beschlossen. In der gleichen Ausgabe der Zeitung steht nun, dass der Stadtrat ein Maßnahmepaket gegen Lärm beschlossen hat. Dieses Paket machen die Kölner Politiker übrigens nicht einfach so zum Schutz der Bevölkerung, sondern weil eine Konventionalstrafe der EU droht, weil Köln zu laut ist.  Zu den Maßnahmen gehören: optimierter Straßenbelag, Ausweichrouten für den LKW-Verkehr, Reduzierung von Höchstgeschwindigkeiten und Einrichtung von Kreisverkehren. Fluglärm - einer der größten Lärmfaktoren für Köln - wird ni...

Fluglärmfakten

Die Lärmschutzgemeinschaft Flughafen Köln/Bonn e.V. kämpft seit Jahren für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung rund um den Flughafen. Sie versammelt auch die Fakten, die Politiker und Vertreter der Flughafens gerne verschweigen. Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit der Lärmschutzgemeinschaft besteht somit in der Öffentlichkeitsarbeit. So wissen wir durch den Verein, dass 29% aller Flugbewegungen im Jahr 2015 in der Nacht stattfanden (und damit besonders gesundheitsschädlich sind), dass das Nachtschutzgebiet von Köln/Bonn viel zu klein bemessen ist und das es nach wie vor extrem laute Flüge in der Nacht gibt. Noch mehr Informationen gibt es auf der Homepage der Lärmschutzgemeinschaft . Ein Besuch der Seite lohnt sich!  

Sommerlärm

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Oh wie schön ist die Sommerzeit: Die Sonne scheint, man kann so schön draußen im Garten sitzen und sich bei lauen Sommernächten anschreien. Zumindest, wenn man in Niehl wohnt. Herr Garvens, Geschäftsführer des Flughafens Köln-Bonn, freut sich über einen "Sommer der Rekorde" (Kölner Stadtanzeiger, 24.8.2016, S. 24). In den vergangenen sechs Wochen - den Sommerferien - reisten insgesamt 1.896.243 Menschen über den Airport, und wow , "das sind 265.897 mehr als in den Ferien des vergangenen Jahres, ein Plus von 16 Prozent" (ebd.). Wie groß ist wohl das Plus der Stimmbandreizungen, die durch das notwendige lautere Sprechen verursacht werden, wenn all die Flugzeuge, in denen die Passagiere sitzen, über den eigenen Kopf fliegen? Gerade für Niehl bedeutet gutes Wetter immer: Lärm, Lärm und noch mehr Lärm. Denn die Flugrouten sind wetterabhängig, und die dicht besiedelten Stadtteile Kölns haben das Pech, bei gutem Wetter besonders oft überflogen zu werden. Wind, der tendenzi...

Noch mehr Starts und Landungen in Köln

Am 9. August berichtete der Kölner Stadtanzeiger, dass der Flughafen Köln-Bonn erneut die Zahl der Flugbewegungen und Passagiere erhöhen konnte. Gegenüber dem Vorjahr sei mit 1,24 Millionen Passagieren ein Plus von 18 Prozent erreicht worden. Das erste Halbjahr zeigte mit 5,4 Millionen beförderten Passagieren sogar ein Plus von 20% gegenüber dem Vorjahr. Viele Passagiermaschinen starten und landen in der Nacht.

Wem nützt es? Bund will Anteile an Köln-Bonn verkaufen

Unter dem Titel "Das 150-Millionen-Euro-Paket" berichtete der Kölner Stadtanzeiger am 22. Juli von Plänen des Bundes, seine Anteile am Flughafen Köln/Bonn loswerden zu wollen. Derzeit ist die Bundesrepublik Deutschland mit 30,94% Anteilseigner des Flughafens. Weitere Eigner sind mit 31,12% die Stadt Köln, mit 30,94% das Land NRW. Die weiteren - wesentlich kleineren Anteile - verteilen sich auf die Stadt Bonn, den Rhein-Sieg-Kreis und den Rheinisch-Bergischen-Kreis. Der Grund des geplanten Verkaufes ist, dass der Staat "nur noch tätig sein [will], wo er unbedingt gebraucht wird", so der Kölner Stadtanzeiger. Die Stadt Köln blockiert diese Entwicklung und ist ggf. auch zu rechtlichen Schritten bereit. Insbesondere möchte die Stadt private Investoren verhindern. Aber auch eine Aufstockung der Anteile der anderen Eigner soll verhindert werden, denn: "Erschwerend hinzu kommt, dass auch die kleinen Anteilseigner Bonn sowie Rhein-Sieg-Kreis und Rheinisch Bergischer Kr...