Kölner Stadtanzeiger: Initiative gegen Minister

In seiner heutigen Ausgabe berichtet der Kölner Stadtanzeiger über den Ärger der Lärmschutzgemeinschaft Flughafen Köln-Bonn über das NRW-Verkehrsministerium. Dieses hat als Stellungnahme auf die aktuelle Mainzer Studie über die Auswirkungen des nächtlichen Fluglärms auf die Gesundheit eine fehlerhafte bzw. abwiegelnde Bewertung vorgenommen. So heißt es im Artikel:
"Denn in einer Stellungnahme [...] hat das Ministerium aus der durchschnittlichen Dezibelzahl einzelner Flüge einen Dauerschallpegel gemacht - und kommt dann zu dem Ergebnis, so laut wie bei den Probanden der Studie sei es rund um den Flughafen Köln-Bonn ja gar nicht."

Es handelt sich dabei um eine leider übliche Weise, wie die zuständigen Politiker das Problem "Fluglärm" kleinreden. Der Dauerschallpegel ist nämlich ein Durchschnittswert: Wenn ich einer Stunde zwei sehr laute Flugzeuge fliegen, ist die durchschnittliche Lärmbelastung berechnet auf die vollen 60 Minuten recht gering. Dies sagt aber nichts über die eigentliche Belastung aus: "Denn was nützt ein verhältnismäßig geringer Dauerschallpegel, wenn nur zwei oder drei extrem laute Überflüge das Herz-Kreislauf-System in Wallung bringen?" (KStA, 18.7.2013)

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