Kinder lernen bei Fluglärm schlechter

Erneut hat eine Studie festgestellt, dass nächtlicher Fluglärm massive Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung hat. Am 4. November wurden die Ergebnisse der NORAH-Kinderstudie vorgestellt, der zufolge "Kinder, die andauernd Fluglärm ausgesetzt sind", langsamer Lesen lernen, wie der Kölner Stadtanzeiger in seiner Ausgabe vom Folgetag der Veröffentlichung der Studienergebnisse berichtet.

Untersucht wurden insgesamt 1243 Kinder aus Gebieten mit Fluglärmbelastung. Die Daten wurden bereinigt, so dass die Studie keinen Auskunft über soziale Herkunft, Migrationshintergrund etc. ermöglicht. Die Ergebnisse beziehen sich also vollkommen auf die durch Fluglärm verursachten Schäden. Die Schülerinnen und Schüler in Gebieten mit Fluglärmbelastung lesen also signifikant schlechter als diejenigen ohne eine solche Belastung, unabhängig vom sozialen Hintergrund.

Der Flughafen Köln-Bonn hat laut Stadtanzeiger auf die Studienergebnisse zwar reagiert, versucht diese aber kleinzureden: "Die Studie habe ergeben, dass der Einfluss von Fluglärm auf die Leseleistung von Grundschulkindern zwar 'messbar, aber relativ gering' sei", so der Flughafenchef Michael Garvens.

An der Nachtflugerlaubnis halten sowohl der Flughafen als auch alle Politikerinnen und Politiker der 'etablierten' Parteien fest, obwohl es mittlerweile keinen Zweifel mehr darin gibt, dass dadurch die Gesundheit der Bevölkerung nachhaltig beeinträchtigt wird.

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